Ausgetrickst: Mediaprint lagert Drucker in Metaller-Firma aus

+ + + die nächste Magazin-Ausgabe von X-media erscheint am 27. September 2021 + + + Anzeigen- und Redaktionsschluss ist am 20. September + + + Spezial: Aktuelles zur Fespa im Oktober in Amsterdam + + + Sie wollen was beitragen? Gerne! Kontakt: 0043 699 11655760, office@x-media.at + + +
A4hoch4x4.qxd
MacksMedia

Alle Helfer im Corona-Einsatz

Fachzeitschriften und Online-Plattformen als Messeersatz

Bücher lesen zum länger leben

Selbstbesinnung

Gefriertruhen

Natürlich der Corona-Virus

Bussi, Bussi…

Momentan
Messeveranstalter sein

Aktien

Gobale Monopole

America first…

Letztes Update am 16.3.

Ausgetrickst: Mediaprint lagert Drucker in Metaller-Firma aus
Die Drucker-Gewerkschaft schäumt, musste schlussendlich aber doch gute Miene zum bösen Spiel machen. Das Druckunternehmen von Kurier und Krone hat Teile ihres Druckpersonals in eine neue Firma ausgegliedert – zum viel billigeren Metaller-Kollektivvertrag. Wer nicht mitzieht sollte gekündigt werden.

Große Aufregung bei der Mediaprint. Sie hat am 22. Jänner der Belegschaft Einsparungen im Druckereibereich und die Auslagerung von Druckereipersonal angekündigt. Die betroffenen Druckhelfer sollen zwar ihre Jobs behalten, ab 24. Februar allerdings in eine externe Firma und in den billigeren Metallerkollektivvertrag wechseln. Betroffen sein sollten 60 Drucker sowie 60 Druckhelfer an den Standorten Inzersdorf und Salzburg. Die Verträge von Druckern und Druckhelfern im Medienbereich gelten in der Branche wegen ihrer Gehaltsstruktur seit Jahren als überdurchschnittlich hoch. Überlegungen von Verlagen, hier Änderungen vorzunehmen, gab es immer wieder.
Sollten die Druckhelfer dem Vorhaben, mit dem eine Reduktion der Löhne und Freizeitansprüche verbunden ist, nicht zustimmen, gibt es von der Mediaprint das Angebot einer Sozialplanzahlung inklusive Auflösung des Dienstverhältnisses, hieß es ursprünglich aus dem Unternehmen. Die Drucker selbst sollen zugleich Arbeiten, welche die Produktion betreffen und die bisher zum Teil von den Druckhelfern erledigt wurden, mit übernehmen. Dieser Veränderung der Arbeitsanforderungen müssen die Drucker jedoch zustimmen oder ebenfalls in die von der Mediaprint offerierte Sozialplanzahlung optieren.
Bei der „externen“ Firma, die ebenfalls den Sitz am Mediaprint-Standort hat, handelt es sich um die erst Mitte November in Firmenbuch eingetragene SEMTEC Servicelösungen GmbH, die Tochterfirmer der S.E.M. Servicegesellschaft mbH aus Ludwigshafen, die schon seit vielen Jahren in Deutschland inbesondere für Verlage Teile der Druckproduktion als externer Dienstleister übernimmt und dazu auch das Personal zur Verfügung stellt.

Gewerkschaft zeigt sich über Vorgehen „fassungslos“

Die Druckergewerkschaft zeigte sich in einer ersten Reaktion jedenfalls „fassungslos“. „Wir haben eine einzigartige Situation im negativen Sinne erlebt“, kritisierte die Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Barbara Teiber, das Mediaprint-Vorgehen – und kündigte sofortige Gespräche mit der Mediaprint-Geschäftsführung an, die denn auch gleich am nächsten Tag abgehalten wurden.
Mit dem Ergebnis, dass zumindest keine Kündigungen ausgesprochen werden sollten. All jene, die mit dem Betriebsteilübergang oder geänderten Arbeitsbedingungen nicht einverstanden sind, wird ein umfangreiches Sozialplanangebot zur Verfügung gestellt. Dieses sieht vor, dass neben erhöhten Abfindungen eine Arbeitsstiftung eingerichtet wird.
Die geplante Ausgliederung selbst konnte aber nicht verhindert werden. „Die Herausforderungen, vor die wir als Belegschaftsvertretung gestellt wurden waren unerwartet und extrem unerfreulich. In intensiven Verhandlungen mit der Geschäftsführung konnten wir die Folgen dieser Maßnahmen deutlich abmildern“, hängt sich Michael Ritzinger, Betriebsratsvorsitzender Mediaprint, in einem Gespräch mit der Graphischen Revue, dem Fachmedien-Organ der Gewerkschaft, das magere Ergebnis der Nachverhandlungen aber dann doch noch als Erfolg um.
(23.1.2020, Update 26.1.,Red.)

  • Für die Zeit nach dem Virus: Die neuen Termine der wichtigsten Branchen-Messen und Events

    virtual.drupa, 20.  bis 24. April 2021, www
    PSI & viscom vitual 19. bis 21. Mai 2021, www.
    Fachpack, 28. bis 30. Sept. 2021, Nürnberg
    Xfair Future Forum, 13. bis 15. Okt. 2021, www
    Fespa, 12. bis 15. Oktober 2021, Amsterdam
    PSI & viscom, 11. bis 13. Jänner 2022, Düsseldorf
    Innovationdays, 21. bis 24. Febr. 2022, Luzern
    Expo 4.0, 31. März bis 2. April 2022, Stuttgart
    Xfair reloaded, 6. bis 8. April 2022, Wien
    Interpack, Mai 2023, Düsseldorf
    Drupa, 28. Mai bis 7. Juni 2024, Düsseldorf

  • München, 15. bis 17. März 2022: Neue Termine für InPrint, ICE Europe und CCE International

    Nach der jüngsten Mitteilung zur Verschiebung der Messen hat Mack-Brooks Exhibitions - eine Reed Exhibition-Tochter - die neuen Termine für ICE Europe, CCE International und InPrint Munich bekannt gegeben. Das Messekollektiv für Converting, Papier und Druck sollte vom 22. – 24. Juni 2021 stattfinden und wird nun vom 15. – 17. März 2022 auf dem Messegelände München abgehalten.
  • Bis zu 4.500 Bogen schnell: Ricohs neue B2+-Inkjetmaschine Pro Z75

    Mit der Pro Z75 will der japanische Hersteller Ricoh sein Portfolio um eine neue B2+-Inkjetmaschine (585 mm x 750 mm) erweitern. Die B2-Wendemaschine arbeitet mit wasserbasierten Tinten und wird als Alternative bzw. Ergänzung zu Offsetanwendungen angeboten.
  • Koenig & Bauer mit Minus auch in Q1: Weniger Umsatz doch mehr Auftragseingänge

    Der Koenig & Bauer-Konzern ist auch ins neue Geschäftsjahr 2021 mit einem Quartalsverlust gestartet. Gerade in Zeiten wie diesen scheint das Maschinengeschäft schwierig. Bereits 30 % des Umsatzes kommt aus dem Servicegeschäft. Und 60 % der verkauften Bogenmaschinen sind dem Verpackungsdruckmarkt zuzuordnen.
  • Druck.at feiert 20-jähriges Bestehen mit Brand-Kampagne

    Druck.at wird 20 Jahre alt und feiert die Erfolgsgeschichte mit einer umfangreichen Werbekampagne, die in mehreren Wellen und Channels ausgespielt wird. Aktuell mit einer Radiokampagne, mit der man gemeinsam mit RMS neue Wege in Sachen Response geht. Mit der RMS „Attribution Messung“ wird die sekundengenaue Ausstrahlungszeit der einzelnen Spots aufgezeichnet und verbindet diese mit Response-Kennzahlen, wie beispielsweise Websiteneuzugriffe.
  • Frank Bucher: der neue Mann in Österreich von Hybrid Software

    Hybrid Software, deutscher Anbieter von Software-Anwendungen für den Etiketten- und Verpackungsdruck, hat mit Frank Bucher sein Vertriebsteam erweitert. Er wird künftig als Hauptansprechpartner für Hybrid-Software-Kunden in Österreich und Bayern zur Verfügung stehen. Frank Bucher kann auf 20 Jahre Erfahrung in der Etiketten- und Verpackungsindustrie verweisen und ergänzt ab sofort das bestehende Hybrid-Vertriebsteam in der DACH-Region.
  • Kodak übernimmt Computer to Plate-Geschäft von ECRM

    Eastman Kodak gibt die Übernahme der Vermögenswerte des CtP-Systemgeschäfts von ECRM Incorporated für die Akzidenz- und Zeitungdruckbranche bekannt. ECRM mit Sitz im US-Bundesstaat Massachusetts ist ein renommiertes Fertigungsunternehmen und ein weltweit führender Anbieter von Imaging-Technologien für die grafische Industrie. Die Transaktion umfasst die Anlagen, Verträge, Lagerbestände sowie das geistige Eigentum des übernommenen Geschäftsbereichs. Die finanziellen Details der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.
  • Ohne ihm gäb´s keine moderne Medienproduktion: PDF-Erfinder Geschke verstorben

    Ohne ihm wäre der moderne Workflow in der Medienproduktion nicht möglich geworden. Charles Geschke, Mitbegründer des Softwareunternehmens Adobe Inc., ist am 16. April 81-jährig verstorben. 1982 gründete Geschke mit John E. Warnock das Softwareunternehmen Adobe Inc. Er gilt unter anderem als Miterfinder des Portable Document Format (PDF), das 1993 von Adobe Inc. entwickelt und vorgestellt wurde. „Das ist ein riesiger Verlust für die gesamte Adobe-Gemeinde und die Technologieindustrie, für die er jahrzehntelang ein Held gewesen ist“, schrieb Adobe-Geschäftsführer Shantanu Narayen in einer E-Mail an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. (18.4.2021, Red.)

  • Wachstum durch Kooperation: Bergertextiles und Multi-Plot intensivieren Zusammenarbeit

    Multi-Plot Europe GmbH ist seit langem ein führendes Unternehmen für den Bereich digitaler Textildruck und Microfactory. Bergertextiles ist ein internationaler Spezialist für Digitaldrucktextilien, -lösungen und Services mit rund 170 Jahren Branchenerfahrung. Seit einigen Jahren vertreibt Multi-Plot hochwertige Sublimations-Papiere des kroatischen Qualitätsherstellers Kaspar Papir exklusiv im Raum Deutschland. Beginnend mit dem Jahr 2021 haben die Unternehmen eine Zusammenarbeit beschlossen.