Diversifizierung: Komori goes Post-Press – und kauft MBO

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Letztes Update am 16.3.

Diversifizierung: Komori goes Post-Press – und kauft MBO
Der deutsche Weiterverarbeitungsspezialist MBO soll mit Komori einen japanischen Besitzer bekommen. Der will diversifizieren und damit in das PostPress-Business einsteigen.

Seit Gründung 1923 produziert und vertreibt Komori insbesondere Offsetdruckmaschinen. Seit 2009 konzentriert sich Komori verstärkt auf die Entwicklung des sogenannten Print-Engineering-Service-Provider-Geschäfts (PESP). Hierzu wurde die Vermarktung von Schneidemaschinen, Stanzmaschinen, Stapelwendern und anderen Weiterverarbeitungs-Aggregaten für den Verpackungsdruck vorangetrieben. Im Fokus steht nach Unternehmensangaben die Diversifizierung des Produktportfolios.
Vor ziemlich genau einem Jahr sollte MBO bereits an die Heidelberger Druckmaschinen AG verkauft werden, die Übernahme ist aber damals an der Genehmigung durch das Bundeskartellamt gescheitert.
Die in Deutschland ansässige MBO-Gruppe wurde 1965 gegründet. Die MBO-Gruppe ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Sitz in Oppenweiler, das sich auf die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Maschinen und Automatisierungs-Lösungen für die Weiterverarbeitung von Digital- und Offsetdruck spezialisiert hat. Mit der Marke Herzog+Heymann kommen zudem Anlagen für für Mailing-, Pharma- und Sonderanwendungen hinzu. Zudem bietet MBO mit dem „CoBo-Stack“ einen kollaborierenden Roboter für das Abstapeln von Falzprodukten an.
Der Kauf von MBO soll Komori künftig ermöglichen, die gesamte Prozesskette vom Druck zur Weiterverarbeitung sowie IoT-basierte Cloud-Lösungen wie KP-Connect weltweit zu vermarkten. Mit der Akquisition soll zudem der Eintritt in Post-Press-Lösungen für den Akzidenzdruck erleichtert werden – ein für die Komori-Gruppe neues Geschäftsfeld.
Mittlerweile wurde mit Datum 4. Mai die Übernahme vollzogen, die neue Komori-Tochter zeichnet zukünftig als MBO Postpress Solutions GmbH. (5.2.2020, Update 8.5.2020,Red.)

  • Für die Zeit nach dem Virus: Die neuen Termine der wichtigsten Branchen-Messen und Events

    Lopec Online, 23. bis 25. März 2021, www
    Virtual Drupa, 20.  bis 24. April 2021, www
    Viscom, 18. bis 20. Mai 2021, Düsseldorf
    Fachpack, 28. bis 30. Sept. 2021, Nürnberg
    Xfair Future Forum, 13. bis 15. Okt. 2021, Wien
    Fespa, 12. bis 15. Oktober 2021, Amsterdam
    Innovationdays, 21. bis 24. Febr. 2022, Luzern
    Expo 4.0, 31. März bis 2. April 2022, Stuttgart
    Xfair reloaded, 6. bis 8. April 2022, Wien
    Interpack, Mai 2023, Düsseldorf
    Drupa, 28. Mai bis 7. Juni 2024, Düsseldorf

  • Wachstum durch Kooperation: Bergertextiles und Multi-Plot intensivieren Zusammenarbeit

    Multi-Plot Europe GmbH ist seit langem ein führendes Unternehmen für den Bereich digitaler Textildruck und Microfactory. Bergertextiles ist ein internationaler Spezialist für Digitaldrucktextilien, -lösungen und Services mit rund 170 Jahren Branchenerfahrung. Seit einigen Jahren vertreibt Multi-Plot hochwertige Sublimations-Papiere des kroatischen Qualitätsherstellers Kaspar Papir exklusiv im Raum Deutschland. Beginnend mit dem Jahr 2021 haben die Unternehmen eine Zusammenarbeit beschlossen.
  • The Beast: Agfa stellt schnellstes Jeti Tauro Drucksystem vor

    The Beast – Der Jeti Tauro H3300 UHS LED ist nach Selbsteinschätzung das neue, schnellste UV-LED Flaggschiff von Agfa und für den industriellen Markt und den 24/7 Bedarf entwickelt. Dieses UV-LED System druckt Medien mit einer Breite von bis zu 3,3 m in vier oder sechs Farben mit einer Geschwindigkeit von bis zu 600 m² / Stunde.
  • Statt Heidelberg-Gallus: Benpac kauft Tochterunternehmen von Wifag-Polytype

    Eigentlich sollte die schweizerische Benpac Holding AG von Heidelberg deren Gallus-Tochter um 120 Millionen Euro übernehmen. Doch der Deal platzte, Benpac überwies den Kaufpreis nicht wie vereinbart zum Termin Ende Jänner. Angeblicher Grund laut Benpac: der Widerstand, dem Benpac in den vergangenen Monaten nach Bekanntwerden des geplanten SDeals augesetzt war: „Die Reaktionen aus dem Markt, aber auch aus den Gallus-Firmen selbst waren so stark, dass eine erfolgreiche Umsetzung in Frage gestellt werden musste“, so Benpac CEO Marco Corvi. Nur 10 Tage nach diesem geplatzten Deal gibt Benpac die Übernahme eines anderen Unternehmens bekannt: Benpac akquiriert von der schweizerischen Wifag-Polytype die OMV Machinery Srl.
  • MTH-Holding von Josef Taus kauft weiter in der Schweiz ein

    Die Libro- und Pagro-Mutter MTH des Ex-ÖVP-Politikers Josef Taus kauft den Schweizer Büroartikelgroßhändler Offix Holding. Offix beliefert lokale Fachhändler, Retail-Ketten sowie Onlineanbieter und erzielte zuletzt einen Umsatz von rund 240 Millionen Schweizer Franken (223 Mio. Euro). Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Neben dem Handelsgeschäft ist Josef Taus mit seiner P&V-Holding Österreichs größter Drucker mit u.a dem Zeitungsdrucker Herold, dem Bogen-Druckereikonglomerat Print Alliance oder Gerin.
  • Rondo Ganahl errichtet Digitaldruckzentrum für schnelle Verpackungen

    Bereits ab Herbst soll bei Rondo Ganahl am steirischen Standort St. Ruprecht an der Raab ín einer eignen neuen Halle ein Digitaldruckzentrum in Betrieb gehen. Die Investition in eine Delta SPC 130 FlexLine Automatic von Koenig & Bauer Durst brachte bereits eine bedeutende Umsatzsteigerung von 30 Prozent und soll die Richtung für eine vollständige Alternative für Kunststoffverpackungen vorgeben. Vor zwei Jahren nahm das Unternehmen der Rondo-Gruppe die digitale Produktion auf. Rund 90 % des Digitaldruckgeschäfts von Rondo entfallen auf die Lebensmittelindustrie. Karl Pucher, Geschäftsführer in St. Ruprecht: „Wir haben nicht einfach eine Maschine gekauft. Wir sind in ein ganzes System eingestiegen, das auch Software für Bereiche wie Auftragsmanagement, Farbmanagement und Automatisierung umfasst…“

  • Auch Esko macht Kasse und trennt sich von Kongsberg Cutter-Geschäft

    Der belgische spezialist Verpackungs-, Etiketten- und Großformat-Digitaldruck-Lösungen, Esko, trennt sich von seinem Kongsberg-Geschäft für digitale Schneidetische. Käufer ist das US-amerikanische Private-Equity-Unternehmen Opengate Capital. Der geplante Verkauf umfasst die ursprünglichen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Kongsberg (Norwegen) und das Werk in Brno (Tschechische Republik). Mit der Übernahme werden die meisten Kongsberg-Mitarbeiter in das neu gegründete Unternehmen Kongsberg PCS (Precision Cutting Systems) wechseln. Neuer Kongsberg-Chef ist Stuart Fox der von Esko in das neue Unternehmen wechselt. Für die Kunden soll sich nichts ändern,  die Wiederverkäufer werden ebenfalls auf Kongsberg PCS übertragen.

  • Nach Stilllegungen bei SCA: Heinzelsales übernimmt Verkaufsteam von SCA

    Nach der Entscheidung des schwedischen SCA-Konzerns, seine Papiermaschinen in Ortviken (Schweden) sowie die dazugehörigen Vertriebsbüros in Westeuropa zu schließen, verstärkt das heimische Papier- und Zellstoffhandelsunternehmen Heinzelsales (Wilfried Heinzel AG) seine eigenen Vertriebsbüros in Wiesbaden und Paris. Bisher wurden die im Heinzel-Werk in Laakirchen erzeugten Publikationspapiere gemeinsam mit SCA vertrieben. So wird ab 1. April 2021 Rainer Swidersky, langjähriger Sales Direktor bei SCA Graphic Paper Deutschland, zum Heinzelsales-Team in Wiesbaden stoßen und für den Vertrieb in Deutschland, Belgien, Niederlande und Luxemburg verantwortlich sein. Für den technischen Kundendienst für Publikationspapiere aus Laakirchen ist künftig Jakob Sawitzki zuständig, der ebenfalls von SCA zu Heinzelsales wechselt.

  • Kyocera steigt mit eigener Tintenstrahltechnologie ins Production Printing ein

    Kyocera, hierzulande hauptsächlich bekannt als Ausstatter von Bürotechnik auf Laserbasis, steigt in das Segment des professionellen Production Printings ein. Technologische Basis des japanischen Unternehmens sind seine schnellen Tintenstrahldruckköpfe die hauptsächlich für industrielle OM-Anwendungen Verwendung fanden. Zukünftig verbaut Kyocera seine Keramik-Druckköpfe unter eigenem Label in ein leistungsfähiges Vollfarb-Tintenstrahlsystem namens Kyocera TASKalfa Pro 15000c.  Das System soll eine Marktlücke zwischen Low-end-Druckern mit eingeschränkter Qualität und Geschwindigkeit und High-end-Produktionssystemen mit hoher Bildqualität und Performance schließen.