Vollbremsung bei Heidelberg: Zurück zum Kerngeschäft, 2.000 Mitarbeiter müssen gehen

+ + + die nächste Magazin-Ausgabe von X-media erscheint am 27. September 2021 + + + Anzeigen- und Redaktionsschluss ist am 20. September + + + Spezial: Aktuelles zur Fespa im Oktober in Amsterdam + + + Sie wollen was beitragen? Gerne! Kontakt: 0043 699 11655760, office@x-media.at + + +
A4hoch4x4.qxd
MacksMedia

Alle Helfer im Corona-Einsatz

Fachzeitschriften und Online-Plattformen als Messeersatz

Bücher lesen zum länger leben

Selbstbesinnung

Gefriertruhen

Natürlich der Corona-Virus

Bussi, Bussi…

Momentan
Messeveranstalter sein

Aktien

Gobale Monopole

America first…

Letztes Update am 16.3.

Vollbremsung bei Heidelberg: Zurück zum Kerngeschäft Druck, 2.000 Mitarbeiter müssen gehen
Unprofitable Geschäftsbereiche werden geschlossen, die Produktion der Primefire-Digitaldrucksysteme und des Großformat-Offsetdrucks wird eingestellt, zur Erhaltung der Liquidität wird die Pensionskasse ausgeräumt.

Inmitten der Corona-Krise hat die Heidelberger Druckmaschinen AG am 17. März das angekündigte umfassende Maßnahmenpaket beschlossen. Durch Konzentration auf das rentable Kerngeschäft und konsequente Anpassung der Kostenbasis soll eine Erlös-Verbesserung von 100 Mio. Euro realisiert werden.
Von einzelnen Produkten, die deutlich zu wenig Ertragskraft generieren und mit einem jährlichen Verlust von in Summe rund 50 Mio. Euro die Profitabilität des Unternehmens erheblich belasten, wird sich Heidelberg trennen. So hat sich im Bereich des Digitaldrucks der Markt für das Produkt Primefire 106 aufgrund des schwierigen Branchen- und Marktumfeldes deutlich langsamer entwickelt als angenommen. Auch im Bereich Bogenoffsetdruck bleibt der Produktbereich „Großformat“ deutlich hinter dem angestrebten Umsatz zurück, da sich die Marktstruktur für dieses Teilsegment grundlegend verändert hat. Um die Gesamtprofitabilität schnellstmöglich zu verbessern, wird die Produktion in beiden Bereichen bis spätestens Ende 2020 eingestellt.
Zukünftig will sich Heideberg also nur mehr auf die profitablen Bereiche des Unternehmens, in denen Heidelberg eine weltweit führende Marktstellung einnimmt konzentrieren – also den klassischen Offsetdruck. Ein Markt, der nach Schätzung von Experten – so Heidelberg – in den kommenden Jahren leicht wächst und mit einem langfristig stabilen Druckproduktionsvolumen von über 400 Mrd. Euro jährlich eine starke Basis für Heidelbergs Produkte und Lösungen bieten soll.
Heidelberg will dazu seine integrierten Lösungsangebot und die neuen digitalen Ge-schäftsmodellen wie Subskription weiter ausbauen. Der Schwerpunkt der künftigen Investitionen bei Heidelberg liegt auf der konsequenten „End-to-end“-Digitalisierung der Kundenwertschöpfung, also vor allem integrierte Systemlösungen für Maschinen, Software, Verbrauchsgüter und Performance-Services. Vision ist es, eine branchenübergreifende Plattform zu schaffen, auf der sämtliche Kunden-Lieferantenbeziehungen automatisiert abgewickelt werden können. Mit dieser Lösung können Druckereien ihre Produktivität nochmals deutlich verbessern.
Von den geplanten Maßnahmen werden laut Heidelberg insgesamt bis zu 2.000 Stellen weltweit betroffen sein, was auch Betriebsschließungen beinhalten kann.
Finanziert werden soll das alles durch die teilweise Rückführung von Liquiditäts-reserven in Höhe von rund 375 Mio. Euro aus dem Treuhandvermögen des im Jahr 2005 gegründeten Heidelberg Pension-Trust e.V. Damit soll auch die vorzeitige Rückführung einer Hochzinsanleihe mit einem Volumen von 150 Mio. Euro finanziert werden. .
Laut Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg, würden sich Restruktureierungsmaßnahmen auch schon auf das am 31. März endende Geschäfstjahr 2019/2020 verstärkt negativ auswirken. So werde wegen der Einmalaufwendungen für das Maßnahmenpaket sowie das sich aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie zunehmend verschlechternde wirtschaftliche Umfeld der Umsatz im Gesamtjahr jetzt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres von rund 2,490 Mrd. Euro liegen. Auch das Gesamtergebnis wird nagativ ausfallen. Da ein Großteil der Neuausrichtung im Geschäftsjahr 2020/2021 passieren wird, werde sich auch 2020/2021 ein negatives Nachsteuerergebnis einstellen. Substanzielle positive Effekte der Neuausrichtung werden dann ab dem Geschäftsjahr 2021/2022 erwartet.
(18.3, RKM)

  • Dem Virus zum Trotz: Die Termine der wichtigsten Branchen-Messen und Events

    PSI & viscom, 11. bis 13. Jänner 2022, Düsseldorf
    InPrint, 15. bis 17. März 2022, München
    Expo 4.0, 31. März bis 2. April 2022, Stuttgart
    Xfair reloaded, 6. bis 8. April 2022, Wien
    Fespa, 31. Mai bis 3. Juni 2022, Berlin
    Innovationdays, 27. Febr. bis 2. März 2023, Luzern
    Interpack, 4. bis 10. Mai 2023, Düsseldorf
    Drupa, 28. Mai bis 7. Juni 2024, Düsseldorf

  • Hunkeler Innovationdays 2022 verschoben: Neuer Termin 27. Februar bis 2. März 2023

    Corona schlägt schon wieder zu. Die im nächsten Februar geplanten Hunkeler Innovationdays werden um ein Jahr verschoben. Aufgrund der unklaren Entwicklung der Corona-Pandemie musste das Management der Hunkeler AG nach einer ausführlichen Risikobewertung diesen Schritt wählen.
  • München, 15. bis 17. März 2022: Neue Termine für InPrint, ICE Europe und CCE International

    Nach der jüngsten Mitteilung zur Verschiebung der Messen hat Mack-Brooks Exhibitions - eine Reed Exhibition-Tochter - die neuen Termine für ICE Europe, CCE International und InPrint Munich bekannt gegeben. Das Messekollektiv für Converting, Papier und Druck sollte vom 22. – 24. Juni 2021 stattfinden und wird nun vom 15. – 17. März 2022 auf dem Messegelände München abgehalten.
  • Bis zu 4.500 Bogen schnell: Ricohs neue B2+-Inkjetmaschine Pro Z75

    Mit der Pro Z75 will der japanische Hersteller Ricoh sein Portfolio um eine neue B2+-Inkjetmaschine (585 mm x 750 mm) erweitern. Die B2-Wendemaschine arbeitet mit wasserbasierten Tinten und wird als Alternative bzw. Ergänzung zu Offsetanwendungen angeboten.
  • Koenig & Bauer mit Minus auch in Q1: Weniger Umsatz doch mehr Auftragseingänge

    Der Koenig & Bauer-Konzern ist auch ins neue Geschäftsjahr 2021 mit einem Quartalsverlust gestartet. Gerade in Zeiten wie diesen scheint das Maschinengeschäft schwierig. Bereits 30 % des Umsatzes kommt aus dem Servicegeschäft. Und 60 % der verkauften Bogenmaschinen sind dem Verpackungsdruckmarkt zuzuordnen.
  • Druck.at feiert 20-jähriges Bestehen mit Brand-Kampagne

    Druck.at wird 20 Jahre alt und feiert die Erfolgsgeschichte mit einer umfangreichen Werbekampagne, die in mehreren Wellen und Channels ausgespielt wird. Aktuell mit einer Radiokampagne, mit der man gemeinsam mit RMS neue Wege in Sachen Response geht. Mit der RMS „Attribution Messung“ wird die sekundengenaue Ausstrahlungszeit der einzelnen Spots aufgezeichnet und verbindet diese mit Response-Kennzahlen, wie beispielsweise Websiteneuzugriffe.
  • Frank Bucher: der neue Mann in Österreich von Hybrid Software

    Hybrid Software, deutscher Anbieter von Software-Anwendungen für den Etiketten- und Verpackungsdruck, hat mit Frank Bucher sein Vertriebsteam erweitert. Er wird künftig als Hauptansprechpartner für Hybrid-Software-Kunden in Österreich und Bayern zur Verfügung stehen. Frank Bucher kann auf 20 Jahre Erfahrung in der Etiketten- und Verpackungsindustrie verweisen und ergänzt ab sofort das bestehende Hybrid-Vertriebsteam in der DACH-Region.
  • Kodak übernimmt Computer to Plate-Geschäft von ECRM

    Eastman Kodak gibt die Übernahme der Vermögenswerte des CtP-Systemgeschäfts von ECRM Incorporated für die Akzidenz- und Zeitungdruckbranche bekannt. ECRM mit Sitz im US-Bundesstaat Massachusetts ist ein renommiertes Fertigungsunternehmen und ein weltweit führender Anbieter von Imaging-Technologien für die grafische Industrie. Die Transaktion umfasst die Anlagen, Verträge, Lagerbestände sowie das geistige Eigentum des übernommenen Geschäftsbereichs. Die finanziellen Details der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.
  • Ohne ihm gäb´s keine moderne Medienproduktion: PDF-Erfinder Geschke verstorben

    Ohne ihm wäre der moderne Workflow in der Medienproduktion nicht möglich geworden. Charles Geschke, Mitbegründer des Softwareunternehmens Adobe Inc., ist am 16. April 81-jährig verstorben. 1982 gründete Geschke mit John E. Warnock das Softwareunternehmen Adobe Inc. Er gilt unter anderem als Miterfinder des Portable Document Format (PDF), das 1993 von Adobe Inc. entwickelt und vorgestellt wurde. „Das ist ein riesiger Verlust für die gesamte Adobe-Gemeinde und die Technologieindustrie, für die er jahrzehntelang ein Held gewesen ist“, schrieb Adobe-Geschäftsführer Shantanu Narayen in einer E-Mail an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. (18.4.2021, Red.)