Ricohs Henkaku-Vision: die Seuchenjahre vergessen lassen

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Letztes Update am 16.3.

Ricohs Henkaku-Vision: die Seuchenjahre vergessen lassen
Als erstes Unternehmen der Digital-Druckerbranche hat Ricoh seine Schwerpunkte zur Drupa präsentiert. Wohl mit Bedacht so bald, denn ziemlich genau seit der letzten Drupa 2016 befindet sich der Konzern im Krisenmodus. Mit einem imposanten Auftritt auf der Druck-Weltmesse nächsten Sommer will man wohl beweisen, dass man den Turnaround geschafft hat.

So will man den Druckdienstleistern laut einer ersten Vor-Drupa-Ankündigung unter dem Motto „Love The Way Ahead“ zeigen, wie sich Ricoh- Anwender mit sogenannten transformativen Geschäftsmodellen im Druck erfolgreich weiter entwickeln können. Hierfür will das Unternehmen auf der drupa 2020 sein „bislang größtes Portfolio an vielseitigen Lösungen und seine Henkaku-Vision vom innovativen Wandel” präsentieren.

Nach Seuchenjahr 2016 im Krisenmodus

Jedenfalls beabsichtigt Ricoh mit seinem Auftritt in Düsseldorf zu zeigen, dass man nach drei Jahren den Krisenmodus hinter sich gelassen hat. Angesichts eines Umsatzeinbruches von 70 Prozent im Drupa-Jahr 2016 hatte sich Ricoh eine massive Restrukturierung verordnet. Das hat allein in Hannover, wo die Deutschlandzentrale sitzt, 250 Jobs gekostet, bundesweit doppelt so viele. Und natürlich war auch Österreich, als Deutschland- Apendix, entspreched betroffen.
Begonnen hat der Umbau des Drucker- und Multifunktionsgeräte- Giganten im April 2017, binnen eines Jahres sollte entsprechend einer Strategieänderung umorganisiert und zurück in die Erfolgsspur gefunden werden.
Wie Mario Di Santolo, Ricoh-Sprecher für Deutschland, speziell betont, habe auch die Belegschaft ihren Teil zu Gesundung durch Verzicht auf Weihnachtsgeld und Lohnzuwachs mitgeholfen. Das neue Konzept habe laut Di Santolo gegriffen. „Wir orientieren uns jetzt viel stärker am Mittelstand als an Großkunden wie früher“, erklärt Di Santolo. Auch die „neuen Geschäftsfelder“ hätten sich positiv entwickelt. Neben dem bisherigen Kerngeschäft „Office Printing“ habe man die „Office Services“ (alles, was Dienstleistungen am Arbeitspatz rund um IT, Software und Prozesslösungen betrifft) ausgebaut, und – „für die Zukunft ganz entscheidend“ – sich verstärkt dem kommerziellen und industriellen Druck verschrieben. Man wolle Technologie-Systeme verkaufen: nicht Mengen an Geräten, sondern etwa eine Druckstraße für Laminathersteller aufbauen, auch 3DDruck sei Thema, und mit dem digitalen Großformat wolle man ebenfalls verstärkt in neue Märkte wie Werbetechnikanwendungen eindringen.

Drupa 2020 mit deutlich vergrößertem Portfolio

Auf der Drupa 2020 will Ricoh jedenfalls die vergangenen Seuchenjahre vergessen machen und zeigt auf seinem 1800 Quadratmeter großen Stand in Halle 8a sein Portfolio an Lösungen für den professionellen Druckbereich. So unter anderem die Highspeed-Inkjet-Druckmaschine Pro VC70000, erweiterte Anwendungsvorteile der optimierten Einzelblatt-Farbdrucksysteme ProC7200 und ProC9200 mit neuen Papier-Transportfunktionen sowie die neuesten Versionen von Ricoh Process-Director und von Ricoh Supervisor Softwarewarelösungen.
Ebenfalls auf der Messe vorgestellt werden Ricoh-Lösungen für den Akzidenzdruck und industrielle Druckanwendungen. Dazu zählen der Großformat-Produktionsdrucker ProTM L5160 sowie der Textildirektdrucker (DTG) Ri 1000. Zusätzlich sollen noch einige weitere Neuentwicklungen folgen.
In speziellen Bereichen an seinem Stand will Ricoh praktische Anwendungen aus einem breiten Spektrum seiner Systeme, die den Ideenreichtum der Nutzer auf phantasievolle Weise anregen sollen, vorführen.Darüber hinaus wird ein durchgehender Komplettworkflow Echtzeiteinblicke in optimale Produktionsmöglichkeiten vermitteln.
(2.1.2020, Red.)

  • Für die Zeit nach dem Virus: Die neuen Termine der wichtigsten Branchen-Messen und Events

    marke(ding), 2. September 2020, Hofburg, Wien
    Label Expo, 21. bis 24. September 2020, Brüssel
    print fair, 21. und 22. Oktober 2020, Wien
    Viscom, 12. bis 14. Jänner 2021, Düsseldorf
    Interpack, 25. Febr. bis 3. März 2021, Düsseldorf
    Fespa, 9. bis 12. März 2021, Amsterdam
    InPrint, 9. bis 11. März 2021, München
    Lopec, 23. bis 25. März 2021, München
    Drupa, 20. bis 30. April 2021, Düsseldorf
    Fachpack, 28. bis 30. Sept. 2021, Nürnberg
    Xfair, 12. bis 14. Oktober 2021, Wien
    Ifra WPE, 13. und 14. Oktober 2021, Berlin
    Expo 4.0, 10. bis 12. Februar 2022, Stuttgart
    Innovationdays, 21. bis 24. Febr. 2022, Luzern
    Photokina, 18. bis 21. Mai 2022, Köln

  • Präferenz für Regionalmessen und Digitales: Auch Siegwerk sagt Drupa- und Interpack ab

    Der Absage-Reigen um Großmessen geht weiter. Nun hat auch der Farbhersteller Siegwerk beschlossen, weder an der Drupa im April 2021 in Düsseldorf, noch an der Interpack zwei Monate zuvor teilzunehmen. Laut Bettina Horenburg, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Siegwerk, gehe das Unternehmen davon aus, dass „sich die Gesamtwahrnehmung von Großausstellungen durch die globale Pandemie verändern wird und dass regionale, kleinere Fachmessen sowie mehr virtueller Austausch in Zukunft eher einen Mehrwert darstellen werden.“ Außerdem wolle man sich mehr auf virtuelle Tools und Dienstleistungen konzentrieren, um seine Kundenbindungsstrategie in Zukunft weiter zu digitalisieren.

  • Müller Martini räumt auf: Goebel übernimmt deutsches Druckmaschinengeschäft

    Sechs Jahre nach Einstellung der Produktion von formatvariablen Rollenoffset-Druckmaschinen verkauft Müller Martini die MM Druckmaschinen GmbH im deutschen Maulburg an die schweizer Goebel Capital GmbH. Die Gesellschaft wird neu unter dem Namen Goebel MMD GmbH firmieren. Die Kunden von Müller Martini-Druckmaschinen werden damit nicht nur langfristig betreut, sondern sie können auch von den neusten Goebel-Entwicklungen profitieren. Müller Martini selbst wird für die weltweit grosse Basis an installierten Rollenoffset-Druckmaschinen  während der kommenden Jahre die Ersatzteil-Verfügbarkeit sicherstellen.

  • Statt Großformat: Heidelberg investiert in die Produktion gedruckter Elektronik

    Aus dem großformatigen Offsetdruck hat sich Heidelberg zurückgezogen, gedruckte Elektronik soll ein neuers Standbein werden. So hat das Unternehmen eine eigene Geschäftseinheit zur industriellen Entwicklung, Herstellung und Vertrieb gedruckter und organischer Elektronik gegründet und bereits die Produktion am Standort Wiesloch-Walldorf aufgenommen. Dafür hat man rund 5 Mio. Euro in den Aufbau einer kompletten Produktionsstraße für gedruckte Sensoren investiert.
  • Heideldruck-Aktie nach Gallus-Verkauf bei Anlegern gefragt

    Gut angekommen ist bei Anlegern von Heidelberger Druck der Verkauf der Gallus Gruppe. Durch die Veräußerung will sich der Druckmaschinenhersteller zunehmend auf das Kerngeschäft konzentrieren und in schwierigen Zeiten liquide Mittel bekommen, kommentierte Analyst Eggert Kuls von Warburg Research. Die Aktie verbuchte nach der Ankündigung via XETRA zeitweise ein Plus von 8,25 Prozent auf 0,702 Euro, womit sie sich wieder an ihr Zwischenhoch von Anfang Juni bei 0,735 Euro heranpirschte. Mit dem Kaufpreis von 120. Millionen Euro entspanne sich auch die Schuldensituation, hieß es dazu im täglichen Bernecker-Börsenbrief. Mit dem aktuellen Aktienkurs liegt der Marktwert des Druck-Weltmarktführers aber nachwievor nur bei knapp 220 Millionen Euro, nur 100 Millionen weniger als der Gallus-Verkauspreis.

  • Messetrio Viscom, PromoTex, PSI vom 12. bis 14. Jänner als Initialzündung zum Neustart

    Weltweit wurden mehr als 2.500 internationale Messen im Covid-Seuchenjahr 2020 abgesagt. Mit seinen drei Messen PSI, PromoTex Expo und viscom will Veranstalter Reed vom 12. bis 14. Januar 2021 in Düsseldorf die Initialzündung zum Neustart eines hoffentlich gesünderen 2021 starten. „Nach dem Lockdown braucht die Wirtschaft dringend Absatzplätze für ihre Produkte. Messen sind eines der schnellsten Instrumente zur Konjunkturerholung und können ein Signal für den Neubeginn sein“, sagt Petra Lassahn, Director der drei Fachmessen. Gemeinsam bilden die PSI, PromoTex Expo und viscom die gesamte Welt des Werbens und Verkaufens ab. Durch die enge Vernetzung benachbarter Wirtschaftszweige sorgen sie für eine große Strahlkraft innerhalb der Branche und darüber hinaus. „Vor allem im Verbund können die Messen kurz- und mittelfristig die dringend nötigen Impulse für die Revitalisierung der Branchen geben.“

  • Version 12 von Agfa-Apogee: mehr Automatisierung und mehr Kundeninteraktion

    Agfa hat die neue Version v12 seines Workflow-Programms Apogee veröffentlich. Agfa sieht darin einen weiteren Schritt in der Automatisierung der Druckproduktion. So neue Ausschieß- und Freigabefunktionen eingeführt und eine browserbasierte Benutzeroberfläche soll die externe Kontrolle der Druckproduktion für Vertriebsmitarbeiter ermöglichen. Weitere Funktionen sind das Online-Portal Apogee WebApproval, über das Drucksacheneinkäufer Dateien hochladen und Seiten freigeben können, sowie Apogee Cloud samt der neuen browserbasierte Benutzeroberfläche WebFlow.

  • Trotec kontert Konkurrenz: Markenauftritt neu gestaltet

    Mit einem neuen Markenauftritt samt neuem „e“ im Logo will Trotec Laser, oberösterreichischer Hersteller von Lasersystemen, wohl ein Zeichen gegen die neue Konkurrenz durch ehemalige Gesellschafter und das ehemalige Management setzen. Wie berichtet will die Enkelin des Firmengründers Walter Just unter dem Namen Just-Laser ihrem früheren Unternehmen Konkurrenz machen und ebenfalls Lasersysteme herstellen. „Unser gesamter visueller Auftritt unterstützt die Kommunikation unserer Werte, unserer Identität. Für Trotec heißt das konkret, unser Logo soll unser Tun als Innovationsführer unterstreichen,“ erklärt Dr. Andreas Penz, Geschäftsführer Trotec Laser.
  • Konica Minolta übernimmt auch MGI-Vertrieb und Support

    Schon seit 2014 arbeiten Konica Minolta und MGI, französischer Hersteller von digitalen Druckveredelungssystemen, zusammen. Nun bauen sie ihre Zusammenarbeit weiter aus. So sollen MGI-Systeme künftig direkt über das Distributionsnetz von Konica Minolta vertrieben werden. Für MGI-Kunden wird Konica Minolta zudem alleiniger Ansprechpartner rund um den Service, Support und die Administration. Bereits 2016 hat Konica Minolta die Beteiligung an MGI auf 40,5 Prozent ausgebaut und sein Portfolio damit um MGI-Systeme für den Produktions-, Etiketten- und Verpackungsdruck erweitert. Vertrieb und Service für die Druckveredelungs-Systeme des französischen Herstellers oblagen jedoch bisher bei MGI.