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Die Zukunft wegwerfen: Falsche Lösungen gegen die Plastikflut

Auch wenn man sich noch so bemüht, es ist schon schwer es der Umwelt (oder den Umweltschützern) recht zu machen... Denn auch Einwegprodukte aus Papier, Bioplastik und selbst Recycling sind „ökologische Scheinlösungen“.

Statt die Natur zu entlasten, erhöhen diese laut einem Ende November veröffentlichten Greenpeace- Bericht sogar teilweise die Umweltverschmutzung. Produzenten und Konsumenten müssten auf Wiederverwenden statt Wegwerfen setzen, so die Umweltschutzorganisation.
„Wenn Supermärkte Wegwerfprodukte wie die neuen Papier- oder Bioplastiksackerln gratis anbieten, sind sie Teil unseres Müllproblems und nicht Teil der Lösung“, kritisierte Lisa Panhuber von Greenpeace Österreich. Deren Bericht „Die Zukunft wegwerfen: Falsche Lösungen der Unternehmen gegen die Plastik-Krise“ zeige, dass die Scheinlösungen die Wegwerfkultur stärken und bei der Erzeugung kostbare Ressourcen und Energie verbrauchen.

Auf die umweltgerechte Erzeugung der Basisstoffe kommt es an

Materialien wie Papier seien bei der Erzeugung sehr energieintensiv, und bei der Behandlung der Zellstofffasern würden Luft und Wasser durch Stickoxide, Schwefeldioxide und andere Chemikalien belastet.
„Bioplastik“ sei ebenso keine ökologische Alternative, da es sich nach der Verarbeitung in den meisten Fällen kaum vom herkömmlichen Kunststoff unterscheidet. Gelangt es ins Meer, ist es für Meerestiere oft genauso gefährlich. Zudem wird es in der industriellen Kompostierung aufgrund langer Abbauzeiten überwiegend aussortiert und mit dem Restmüll verbrannt. Auch in den Recyclingprozess würden in Österreich nur 25 Prozent der Plastikverpackungen gelangen – der Rest werde verbrannt.
„Das Ziel der letzten Bundesregierung, Plastikverpackungen bis 2025 um 25 Prozent zu reduzieren, muss endlich gesetzlich verankert und mit konkreten Maßnahmen unterstützt werden“, so Panhuber. Ein wichtiger Schritt seien umgehende Investitionen in Mehrwegsysteme. „Lieferung und Vertrieb müssen auf Wiederverwendung basieren.“

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